Ohne Moos nix los

ÖNSOR-Mitarbeiterin Hannah Kohlhagen überquert die empfindlichen Torfmoosflächen mit Schneeschuhen. Foto: Dr. Hans-Bert Schikora
ÖNSOR-Mitarbeiterin Hannah Kohlhagen überquert die empfindlichen Torfmoosflächen mit Schneeschuhen. Foto: Dr. Hans-Bert Schikora

Zu den umfangreichen Aufgaben der ÖNSOR gehört u.a. die Entwicklung des Huvenhoopsmoores. Das Huvenhoopsmoor ist geprägt durch Torfabbaubereiche sowie durch wiedervernässte, teilweise regenerierte Flächenanteile. Der Torfabbau soll 2021 eingestellt werden.

 

Gemeinsam mit seinen Projektpartnern plant die ÖNSOR die Inbetriebnahme einer Anlage zur Vermehrung von Moorpflanzen, insbesondere Bulttorfmoosen. Torfmoose sind die „Baumeister“ wachsender Moore und bilden zusammen mit z.B. Moosbeere, Glockenheide und Wollgräsern den Grundstock für einen bedeutenden Lebensraum.

 

Die sehr aufwendige Einmalernte der Bulttorfmoosköpfchen und Sprosse der Moorpflanzen erfolgt mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern im Huvenhoopsmoor. Deren Vermehrung erfolgt in der speziell hergerichteten Vermehrungsfläche. Auch die Betreuung der Vermehrungsfläche, wie Entnahme von unerwünschtem Aufwuchs, Kontrolle der Bewässerungsanlage und die spätere Ausbringung der Pflanzen soll durch Ehrenamtliche unterstützt werden. Um Trittschäden zu vermeiden, ist das Betreten der empfindlichen Torfmoosflächen im Zuge von Ernte-, Ausbringungs- und Pflegemaßnahmen nur mit Schneeschuhen möglich.

 

Das geplante Vorhaben soll einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung des Huvenhopsmoores, insbesondere auf den ehemaligen Abtorfungsflächen, leisten. Durch Maßnahmen der Re-Etablierung einer torfbildenden Pflanzengesellschaft soll das Moorwachstum gefördert und das Moor als Lebensraum für seltene und z.T. hoch spezialisierte Arten optimiert werden.

 

Das Projekt umfasst die Anschaffung von Schneeschuhen für das Betreten der trittempfindlichen Flächen sowie die Anschaffung von Gerätschaften für die Ernte, Transport, Ausbringung und Pflege der Torfmoosflächen und Bohlen zum Überqueren vorhandener Entwässerungsgräben.

Das Projekt wurde gefördert durch:

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