Um botanische und faunistische Raritäten geht es bei dieser Fachexkursion in der ehemaligen Sandgrube bei Nartum, die sich nach umfangreichen Artenschutzmaßnahmen zu einem wahren Hotspot entwickelt hat. Die etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung der Ökologischen NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) in Zusammenarbeit mit dem Naturwissenschaftlichen Verein (NWV) zu Bremen findet am 17. August statt.
„Wir wollen einerseits die Maßnahmen vorstellen, die wir im Rahmen des Projektes „Rotenburger Sandhelden“ umgesetzt haben“, so Claus Vollmer, Botaniker und Mitarbeiter der ÖNSOR. „Auf der anderen Seite wollen wir aber auch zeigen, welch botanische Raritäten sich nach der Maßnahmenumsetzung eingestellt haben“, ergänzt Reinhard Schraa, ebenfalls Botaniker. „Von den Maßnahmen hat unter anderem die stark gefährdete Sandbinse profitiert und sich hervorragend ausgebreitet“, freut sich der NABU-Mitarbeiter weiter.
Doch nicht nur seltene und gefährdete Pflanzenarten konnten sich hier etablieren, auch eine Reihe von Insekten, die auf Sandlebensräume angewiesen sind, finden hier einen wertvollen Lebensraum. Dazu gehört beispielsweise die Maulwurfsgrille und zahlreiche bodenbrütende Wildbienenarten. Unter den Amphibien sind vor allem die nach europäischem Recht geschützte Knoblauchkröte und Kreuzkröte zu nennen.
Die kostenlose Fachexkursion findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des NWV statt. Auch Nichtmitglieder sind gerne gesehen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Veranstalter um Anmeldung bei Raimund Kesel (NWV) unter der Telefonnummer 0421-3398403. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Sandgrube, Am Röhrberg, bei Nartum.