Mit Unterstützung der internationalen Jugendgemeinschaftsdienste und ehrenamtlichen Helfern des NABU Stade, pflegten das Naturschutzamt Stade und die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) Heideflächen im Naturschutzgebiet „Hohes Moor“.

12 junge Freiwillige der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd e.V.) aus Mexico, Tschechien, Spanien, Türkei, Algerien, Hong Kong, Slowakei und Deutschland, dazu Mitarbeiter des Naturschutzamtes, der ÖNSOR und ehrenamtliche Helfer des NABU arbeiteten Hand in Hand, um eine wertvolle Feuchtheidefläche im Hohen Moor von Gehölzen freizustellen. „Auf der Projektfläche haben sich sehr wertvolle Feuchtheidebestände, mit verschiedenen Torfmoosarten und Moosbeere erhalten. Diese bietet damit nicht nur seltenen Moor-Tagfaltern einen besonderen Lebensraum“, erklärt Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR. „Durch aufkommende Gehölze wie Birken und Kiefern droht die Fläche jedoch zuzuwachsen“, ergänzt Helmut Bergmann, Mitarbeiter des Naturschutzamtes und zuständig für die kreiseigenen Flächen. Um die Beschattung und den Wasserverlust zu reduzieren und gefährdete und moorrelevante Pflanzenarten zu fördern, wurden daher die jungen Gehölze abgesägt oder mit Wurzel herausgezogen und von den Helfern auf gekennzeichnete Ablageflächen verbracht. „Das war körperlich schwere Arbeit, doch die Teilnehmenden waren nicht zu bremsen und so haben wir gemeinsam richtig viel bewegen können“, freut sich die ÖNSOR.
Während des Einsatzes und bei der gemeinsamen Mittagspause bestand reichlich Zeit für den kulturellen und informativen Austausch. Die Teilnehmenden lernten sich dabei nicht nur untereinander, sondern auch viel über das Moor und seine Tier- und Pflanzenwelt kennen. Nach getaner Arbeit gab es zum Abschluss noch ein Kaffee- und Kuchenpicknick und rundete so den Aktionstag ab.
Die Jugendlichen im Alter von 19 bis 27 Jahren nahmen an einem von der ÖNSOR und den ijgd organisierten Jugendworkcamp teil. Im Rahmen des zweiwöchigen Camps wurden verschiedene Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in mehreren Schutzgebieten im Landkreis Stade und Rotenburg durchgeführt.
Die ÖNSOR möchte sich an dieser Stelle bei allen Unterstützern für deren praktische und finanzielle Hilfe sowie für den reibungslosen Ablauf herzlich bedanken.