Seit Jahren unterstützen ehrenamtliche Amphibienfreunde den Schutz des seltenen Feuersalamanders im Braken bei Harsefeld vor dem Verkehrstod. Durch die finanzielle Förderung der Deutschen Postcode-Lotterie, des NABU Bundesverbandes, des Landkreises Stade, der Beatrice-Nolte-Stiftung und der Niedersächsischen Landesforsten konnte in diesem Jahr zusätzlich eine stationäre Amphibienleiteinrichtung installiert und damit der Amphibienschutz optimiert werden. Die Projektpartner ziehen positive Bilanz und bedanken sich im Rahmen einer Feierstunde bei allen Unterstützern.
„Seit dem Jahr 2019 meldeten uns aufmerksame Sparziergängern vermehrt tote Feuersalamander, die sie auf den Wegen gefunden haben“, erklärt Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes in Stade. Seitdem wird in jedem Frühjahr ein mobiler Amphibienschutzzaun aufgestellt. „Wir freuen uns sehr, dass die ÖNSOR so viele ehrenamtliche Helfer mobilisieren konnte, die den Zaun mit auf- und abbauen und über Wochen täglich betreuen“, lobt Uwe Andreas das hohe Engagement der Helfer, ohne deren Unterstützung so ein Projekt nicht umsetzbar wäre.
„Im Rahmen der Untersuchungen kam heraus, dass die Salamander den Hauptweg während ihrer gesamten Aktivitätsphase nutzen“, weiß Arne Riedel, Leiter des Forstamtes Harsefeld. „Das stellte uns vor weiteren Herausforderungen, da ein ganzjähriges Stellen des mobilen Zaunes oder ein Sperren oder Verlegen des Weges nicht möglich sind“, so Arne Riedel weiter.
„Nach vielen Recherchen, Gesprächen und Diskussionen planten wir daher den Bau einer stationären Amphibienschutzeinrichtung mit Tunneln“, ergänzt Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR. „Dank der finanziellen Unterstützung des Landkreises Stade, der Deutschen Postcode-Lotterie, des NABU Bundesverbandes, der Beatrice-Nolte-Stiftung und des Forstamtes Harsefeld konnten wir schließlich eine erste Teilstrecke damit bestücken“, freut sich Sarina Pils über die Förderung.
Um zu dokumentieren, dass die Tunnel von den Salamandern auch angenommen werden, wurde in einem Tunnel eine Lichtschranke in Kombination mit einer Spiegelreflexkamera installiert. In einem Zeitraum von zwei Monaten wurde der Tunnel über einhundertmal von Feuersalamandern und zusätzlich von Grasfröschen, Bergmolchen, Erdkröten sowie von Mäusen, Igeln und Eichhörnchen bis hin zum Baummarder passiert. Glücklich über den Erfolg dieses ambitionierten Projektes luden die Projektpartner die ehrenamtlichen Helfer und Förderer ein, um sich im Rahmen einer Feierstunde bei allen Beteiligten herzlich zu bedanken.