FFH Gebiet Schwingetal

Das FFH-Gebiet „Schwingetal“ umfasst 1.961 ha. Die Schwinge entspringt im Elmer „Hohen Moor“ auf dem Gebiet des Landkreises Rotenburg (Wümme), verlässt diesen nach wenigen 100 Metern und durchfließt den Landkreis Stade in West-Ost-Richtung. Die Schwinge durchquert auf ihrem Lauf die Hansestadt Stade und mündet schließlich nach insgesamt 31 km auf Höhe Stadersand in die Elbe. Das gesamte Gewässereinzugsgebiet der Schwinge beträgt ca. 216 km2. Die Fließgewässersysteme von Schwinge und Oste sind über den Schwinge-Oste-Kanal verbunden. Etwa 1 km oberhalb der Schwingemündung befindet sich das Schwingesperrwerk. Der Tideeinfluss endet an der Salztorsschleuse im Stader Hafen (Landkreis Stade 2014a).

 

Das Gebiet hat eine hohe Bedeutung als (Teil-) Lebensraum für wandernde Fisch- und bachtypische Kleinfischarten wie z.B. Bach- und Flussneunauge, Libellen sowie für den Fischotter. Die Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz wird als sehr hoch eingestuft und hat eine zentrale und überregionale Bedeutung für den Feuchtbiotopverbund. Das Schwingetal wird geprägt vor allem durch Auen- und Moorwälder. Häufig anzutreffen sind Aufforstungen aus Hybridpappeln, heimischen Baumarten und Nadelgehölzen. Landschaftsprägend sind Baumreihen und ein hoher Bestand an Wallhecken. Dagegen sind die geringen Bestände an fließgewässerbegleitenden Gehölzen (Auwälder oder Auen-Weidengebüsche) entlang der Schwinge auffällig, was auch vom Landkreis Stade (Landkreis Stade 2014a) betont wird.

 

Die Niederungen sind von Grünland, insbesondere von Intensiv- und Feuchtgrünland dominiert.